Schelvispekel ist das älteste Fischergetränk, das in den Niederlanden verkauft wird. Sein Ursprung liegt im 17. Jahrhundert, als Fischer aus Vlaardingen (Südholland) ihr eigenes Getränk an Bord in der Nordsee herstellten. Sie hatten den Schelvis gegen die Gewürze der VOC-Schiffe eingetauscht, die aus Indien zurückkehrten. Sie ließen die Gewürze im Branntwein ziehen und hatten so ihr eigenes starkes Getränk gegen die bittere Kälte. Im 17. Jahrhundert hatte dieser Kräuterbitter noch keinen Namen. Woher kommt der Name "Schelvispekel"? Es schmeckt weder nach Fisch noch nach Salz. Als die Fischer nach dem Fischen in der Nordsee an Land zurückkehrten, wurden sie von ihren Frauen begrüßt. Diese fragten sich, warum ihre Männer so oft zu ihrem Kutter hinuntergingen. Um Verdacht zu vermeiden, sagten die Fischer: "Der Schelvis ist in der Lake"! Und so konnten die Fischer über Jahrhunderte hinweg ungestört ihren eigenen Schelvispekel auf ihren Kuttern destillieren und trinken.